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StVZO-was muss mitgeführt werden und die kleine Reiseapotheke

Bald ist es wieder so weit, die Ferien stehen vor der Türe und die Freude auf den bevorstehenden Sommerurlaub wächst.

Doch haben Sie alles in Ihrem Pkw, was nach der StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) darin enthalten sein muss?

 

Hier eine kleine Checkliste für Sie:

Sie benötigen einen Verbandskasten nach § 35a StVZO

(Vergewissern Sie sich regelmäßig, ob das Ablaufdatum Ihres Verbandskastens bereits überschritten ist, denn darin befinden sich unter anderem steril verpackte Materialien),

ein Warndreieck nach § 53 a StVZO und

eine Warnweste nach § 53 a StVZO (pro Pkw schreibt die StVZO nur eine Warnweste vor, wobei es ratsam ist, für jeden Insassen eine Warnweste mitzuführen).

Wir empfehlen zusätzlich:

Decken für eventuelle Staus, denn auch nachts kann es noch sehr kalt werden,

eine Taschenlampe,

eine Sonnenbrille und eine Wasserflasche im Falle einer Überhitzung des Motors.

 

Wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, empfehlen wir außerdem eine kleine Reiseapotheke mit folgendem mitzunehmen:

Fieberthermometer, Desinfektionsspray für Wunden, Paracetamol Zäpfchen 75 mg für Säuglinge ab 3 kg, 125 mg für Kinder ab 6 Monaten bis 7 Jahren (7-12 kg), 250 mg für Kinder von 2-8 Jahren (13-25 kg), Vaseline Creme, Fenistil Gel für Insektenstiche und ein paar Pflaster.

Kleine Erste Hilfe Tipps Teil 1

 

Auf welche Gefahren Sie mit Ihren Kindern im Urlaub stoßen können und wie sie sich selbst helfen können:

 

Die wohl häufigste „Gefahr“, die Ihnen im Sommerurlaub droht, ist der Sonnenbrand. Beugen Sie hier von Anfang an vor:

  • Cremen Sie Ihr Kind von Kopf bis Fuß (auch unter der Bademode), mindestens 30 Minuten bevor Sie in die Sonne gehen, mit einer geeigneten Sonnencreme ein.

(beachten Sie die Herstellerangaben der Creme – wie lange ist der Schutz gewährleistet und ist die Lotion Wasserfest),

  • achten Sie immer darauf, dass Ihr Kind eine Kopfbedeckung trägt,
  • legen Sie Säuglinge und Kleinkinder nicht in die direkte Sonne, sondern suchen Sie sich ein gemütliches, schattiges Plätzchen,
  • ziehen Sie Ihren Kleinen ein leichtes T-Shirt an, das schützt die Haut und ist trotzdem luftig
  • haben Sie immer etwas zu trinken (am besten Wasser oder eine Saftschorle) bei sich und sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind ausreichend trinkt

 

Wenn Ihr Sprössling trotzdem einen Sonnenbrand erleidet, dann schmieren Sie keine Hausmittel darauf. Kühlen Sie die Stellen mit einem lauwarmen Waschlappen und schützen Sie Ihr Kind am nächsten Tag vor Sonne.

Auch hier ist es wieder wichtig darauf zu achten, dass der Flüssigkeitshaushalt aufrecht gehalten wird.

Sollten sich allerdings Blasen bilden, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf!

 

Wenn Sie sich auf einen Strandurlaub freuen, ist hier wohl die größte Gefahr, dass Ihr Kind auf eine Muschel tritt. Das ist zwar nicht schlimm, tut aber sehr weh. Erschrecken Sie nicht, denn wenn Blut sich mit Wasser verdünnt, sieht das oft nach viel mehr aus, als es tatsächlich ist. Entfernen Sie die Stücke und drücken Sie die Wunde etwas aus, um sicher zu gehen, dass kein „Schmutz“ in der Wunde verbleibt. Wenn Sie ein desinfizierendes Spray dabeihaben, sprühen Sie etwas davon darauf. Solange Sie am Strand sind, kleben Sie ein Pflaster auf die Stelle und machen Sie dies zu Hause wieder ab. Mit Luft heilen Wunden bekanntlich am besten. Sollte Ihr Kind in den nächsten Tagen Fieber entwickeln oder sollte die Wunde sich verfärben, Eitern oder schmerzhafter werden, suchen Sie einen Arzt auf.

Den Muscheln könnten Sie mit Badeschuhen entgegnen.

 

Generell bei stärker blutenden Wunden gilt:

  • kurz bluten lassen, dass der „Schmutz“ mit hinausgelangt,
  • drücken Sie so lange mit einem sauberen Tuch (es geht auch ein Taschentuch) auf die Wunde, bis sie aufhört zu bluten,
  • desinfizieren Sie die Wunde und
  • kleben Sie je nach Verletzungsort die Wunde erst einmal mit einem Pflaster zu.

 

ACHTUNG: pulsiert das Blut aus der Wunde hinaus, drücken Sie fest und beständig darauf oder machen Sie einen Druckverband und rufen Sie einen Rettungswagen (112 in Deutschland)

 

Kinder sind ja bekanntlich kleine Wasserratten und kaum aus dem Wasser zu bekommen, doch Achtung: Hat Ihr Kind bläuliche Lippen, ist das schon das erste Zeichen für eine Unterkühlung – Dies ist übrigens auch bei Erwachsenen so! Spätestens dann sollten Sie Ihren Sprössling an Land bitten, um sich aufzuwärmen. Dies genügt im Schatten. Bitte setzen Sie Ihr Kind nicht in die pralle Sonne!

Ihr Baby sollte mindestens 3 Monate alt sein, bevor Sie mit ihm plantschen. Bedenken Sie hier, wie auch bei Ihrem Kleinkind, die Sonne und beachten Sie, dass die Zeit des Plantschens nicht zu lange sein sollte.

 

Doch grade beim Plantschen mit Ihrem Baby können Sie schnell in einen Schrecken versetzt werden:

Der kleine Sprössling bekommt zu viel Wasser ins Gesicht und stellt plötzlich das Atmen ein. Das ist ein Reflex, den Säuglinge bis zu einem Lebensalter von ca. einem Jahr besitzen. Hier verschließen (verkrampfen) sich sofort die Stimmritzen, dass kein Wasser in die Lunge eindringen kann. Diesen Reflex nennt man Tauchreflex. Bewahren Sie Ruhe und pusten Sie Ihrem Kleinen kräftig ins Gesicht. Sie werden sehen, dass Ihr Sprössling sofort Luft holt! (Das funktioniert übrigens auch bei schreienden Babys, die sich so hineingesteigert haben, dass sie das `Luft holen` vergessen)

 

Denken Sie generell daran, dass Wasser trotz des Spaßes, dass es den Menschen bietet, gefährlich ist!

Haben Sie Ihr Kind am und im Wasser immer im Blick, denn Kinder „ertrinken“ still!

Details zu Unterkühlung, Sonnencreme und zu vielen anderen Themen können Sie auf unserer Website: www.derdozent.de unter NEWS nachlesen.