Pseudokrupp Anfall

Pseudokrupp ist eine Atemwegserkrankung, bei der die Schleimhaut im Bereich des Kehlkopfes und der Stimmbänder entzündet und angeschwollen ist. Dadurch sind die Atemwege verengt, es kann eine starke Atemnot entstehen, die einen anfallartigen Husten (Krupphusten) auslöst und für das Kind lebensbedrohlich werden kann.

Unter Pseudokrupp-Anfällen leiden vorwiegend Säuglinge und Kleinkinder im Alter zwischen 18 Monaten und fünf Jahren.

Pseudokrupp-Anfälle treten meistens in den Herbst- und Wintermonaten auf.

Pseudokrupp-Anfälle treten meist ohne Vorwarnung und vorwiegend in den Abendstunden oder in der Nacht auf. Tagsüber dagegen bleiben die Kinder in der Regel beschwerdefrei! Bei einem akuten Pseudokrupp-Anfall leiden die Kinder unter trockenem, bellenden Husten, Heiserkeit und Atemnot. Typisch ist das laute Einziehen der Luft beim Einatmen.

Die Kinder bekommen Angst oder Panikattacken, aus Furcht vor dem Ersticken.

Da häufig eine vorausgegangene Erkältung den Pseudokrupp-Anfall verursacht, leiden die Kinder häufig auch unter Husten, Schnupfen und Fieber.

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist: Ruhe bewahren und versuchen, das Kind zu beruhigen. Herzklopfen, Erstickungsangst und Unruhezustände können den Anfall nämlich noch verschlimmern. Damit das Kind so schnell wie möglich wieder ausreichend Luft bekommt, muss man sofort mit folgenden Maßnahmen helfen:

• Das Kind hoch nehmen oder zumindest aufrecht hinsetzen.

• Feuchtwarme Luft erleichtert dem Kind das Atmen. Am besten lässt man heißes Wasser in die Badewanne einlaufen, damit Dampf entsteht, setzt sich mit dem Kind auf den Badewannenrand und lässt es tief einatmen.

•Alternativ dazu kann man das Kind vor einen offenen Kühlschrank setzen. Denn auch kühle, feuchte Luft lindert die Atemnot. Oder an das geöffnete Fenster, entsprechend angezogen. Frische Luft verstärkt die Sauerstoffzufuhr.

•Hat sich das Kind wieder beruhigt, sollte man ihm etwas Kühles zum Trinken (in kleinen Schlücken trinken!) geben., Wasser oder Tee, keine Milch!

Stromunfall mit Hochspannung

Wir haben am Montag über Stromunfälle im Niederspannungsbereich geschrieben.

Aufgrund der Nachfragen möchten wir auch über Stromunfälle im Hochspannungsbereich berichten.

Überschreitet die Spannung 1.000 Volt, dann sprechen wir von einem Hochspannungsunfall. Ursächlich ist natürlich der direkte oder indirekte Kontakt mit einem hochspannungsführenden Leiter. Dieses kann zum Beispiel bei einem Drachen an einer Hochspannungsleitung passieren, bei der Berührung einer Überlandleitung oder bei „Eisenbahnsurfern“ (Zugmitfahrer auf dem Dach). Hierbei kann es zu einem Übertritt von Hochspannung gegebenenfalls auch über die Luft (Lichtbogen) bei einer unaufmerksamen Annährung kommen. Auch der Blitzschlag gehört in diese Gruppe von Hochspannungsunfällen.

Nicht selten steht hier die thermische Problematik mit ausgedehnten Verbrennungen oder gar einer „Verkochung“ des Gewebes im Vordergrund. Auch hier kann es

zu einem Kreislaufstillstand kommen.

Maßnahmen:

–          Eigensicherung beachten!

–          Sicherheitsabstand 10 Meter!

–          Alarmierung Feuerwehr/Rettungsdienst/Notarzt über Notruf 112 mit Hinweis auf Hochspannungsunfall

NACH dem der Strom abgestellt wurde

–          Retten aus dem Gefahrenbereich

–          Ansprechen, Kontrolle der Bewusstseinslage, der Atmung

–          Herstellen einer Reanimationsbereitschaft

–          Einsatzbereitschaft eines AED (Defibrillator) herstellen

–          Reanimation bei Bewusstlosigkeit und Atemstillstand (nicht normaler Atmung)

–          Bei Bewusstlosigkeit Herstellen einer Seitenlagerung

–          Körperliche Ruhe, wenn ansprechbar

–          Versorgung der Verbrennungen

–          Wärmeerhaltung

–          Kontinuierliche Überwachung und Betreuung bis zur Übergabe an den Rettungsdienst

Stromunfall

Unfälle mit Strom erleben wir zumeist im häuslichen oder im beruflichen Bereich, sie
werden neben unsachgemäßem Umgang mit elektrischen Anlagen oder Geräten
auch durch Leichtsinn (zum Beispiel Fön in der Badewanne) verursacht. Hierbei
spielen defekte Geräte (wie ein kaputtes Kabel), Eingriffe in elektrische Anlagen
oder Tätigkeiten an stromführenden Leitungen eine tragende Rolle.

Der Einbau von Fehlerstromschutzschaltern (FI-Schutzschalter mit Auslösung ab
30 mA [Milliampere]) und die Verwendung von kindersicheren Steckdosen können
das Risiko eines Stromunfalles reduzieren.

Was passiert im Körper?
Es kommt vor allem zu Muskelverkrampfungen mit der Folge, dass der elektrische
Leiter nicht mehr losgelassen werden kann. Des Weiteren kann es aufgrund der
Wechselspannung zu zeitkritischen kardialen Problemen kommen.

Die Herzrhythmusstörungen können noch 24 bis 48 Stunden nach dem
Ereignis auftreten. Herzrhythmusstörungen können zu einem Herzkammerflimmern
führen; der Patient erleidet hierdurch einen Kreislaufstillstand und muss wiederbelebt werden.
Nachdem der Strom am Widerstand der Haut (Eintrittspforte) eine Teilumwandlung
in thermische Energie erfährt, finden wir an den Ein- und Austrittsstellen Verbrennungen.

Maßnahmen:

–       Eigensicherung beachten!

–       Abschalten der Stromquelle

–       Stecker ziehen

–       Gegebenenfalls den Stromleiter mit einem nichtleitenden Gegenstand (Besenstiel etc.) wegziehen

–       Ansprechen, Kontrolle der Bewusstseinslage, der Atmung, gegebenenfalls Pulskontrolle

–       Alarmierung des Rettungsdienstes über den europaweit gültigen Notruf 112

–       Herstellen einer Reanimationsbereitschaft

–       Einsatzbereitschaft eines AED (Defibrillator) herstellen

–       Reanimation bei Bewusstlosigkeit und Atemstillstand (nicht normaler Atmung)

–       Bei Bewusstlosigkeit Herstellen einer Seitenlagerung

–       Körperliche Ruhe, wenn ansprechbar

–       Versorgung der Verbrennungen

–       Wärmeerhaltung

–       Kontinuierliche Überwachung und Betreuung bis zur Übergabe an den Rettungsdienst

2017 starben im Durchschnitt fast 9 Menschen pro Tag im Straßenverkehr

Im Jahr 2017 starben 3 180 Menschen bei Verkehrsunfällen in Deutschland. Dieses Jahr waren 26 Verkehrstote oder 0,8 % weniger als im Jahr davor und der niedrigste Stand seit mehr als 60 Jahren. Die Zahl der Verletzten ging gegenüber dem Vorjahr um 1,6 % auf 390 312 zurück.

Dennoch gibt es keinen Grund zur Entwarnung – bei täglich etwa 7 200 polizeilich erfassten Verkehrsunfällen, knapp 1 100 Verletzten und fast 9 Todesopfern im Straßenverkehr.