Der Basiskurs ist eine berufsbegleitende Zusatzqualifikation für Pflegefachkräfte, die beatmete oder trachealkanülierte Menschen versorgen. Das kann zu Hause sein, in einer Beatmungs-WG oder im Pflegeheim. Konzipiert ist er nach § 5 Abs. 1 Nr. 6 in Verbindung mit Abs. 2 der Rahmenempfehlungen nach § 132l Abs. 1 SGB V in der Fassung vom 13.04.2026. Wer noch keine Beatmungserfahrung hat, braucht mit diesem Abschluss das sonst geforderte Jahr Berufserfahrung im Beatmungsbereich nicht.
Insgesamt sind es 122 Zeitstunden, davon 82 Stunden Theorie und 40 Stunden Praktikum. Vorgeschrieben sind mindestens 80 und 40. Im offenen Kurs teilt sich die Theorie in 42 Stunden Live-Online-Unterricht und 40 Stunden Lehrbriefstudium. Nach zwölf Wochen schließen Sie mit Klausur und Praktikumsnachweis ab. Als Präsenz- oder Inhouse-Kurs legen wir die Termine mit Ihnen gemeinsam fest.
| Rechtsgrundlage | § 5 Abs. 1 Nr. 6 i. V. m. Abs. 2 der Rahmenempfehlungen nach § 132l Abs. 1 SGB V vom 03.04.2023 i. d. F. vom 13.04.2026 |
|---|---|
| Inhaltliche Orientierung | Curriculum der ArGe Fachgesellschaften, Stand 30.11.2023 |
| Altersgruppen | Kinder, Erwachsene, hochbetagte Menschen |
| Live-Termine | 10 Termine mit Auftakt am Abend, 8 Modultagen und Abschlusstag |
| Lernorte | Live online, in Präsenz oder inhouse beim Arbeitgeber |
| Gruppengröße | 12 bis 20 Teilnehmende |
| Prüfung | Multiple-Choice-Klausur und Praktikumsnachweis |
| Abschluss | Zertifikat der Der Dozent CL GmbH mit Ausweis aller Stundenumfänge |
| Stundenrechnung | Zeitstunden zu 60 Minuten, so rechnen auch die Rahmenempfehlungen |
Gebaut für Leute im Schichtdienst.
Wer Früh-, Spät- und Nachtdienste schiebt, hat selten drei ruhige Stunden am Schreibtisch mit gutem WLAN. Darauf ist der Kurs ausgelegt.
Lehrbriefe zum Aufschlagen
Vier gedruckte Hefte, rund 240 Seiten. Gelesen wird, wann Sie Zeit und Lust haben, in der Pause, in der Bahn oder abends auf dem Sofa. Nach dem Kurs bleiben die Hefte bei Ihnen.
Live-Unterricht mit Kamera
Den Stoff haben Sie vorher im Lehrbrief gelesen. Im Seminar zeigen wir Geräte vor der Kamera, nehmen echte Alarme auseinander und spielen Notfälle Schritt für Schritt durch.
Drei Fälle, zwölf Wochen lang
Herr Voß, Frau Timm und der kleine Mika tauchen in jedem Modul wieder auf. So merken Sie selbst, wie sich Ihr Blick auf denselben Menschen verändert, je mehr Sie wissen.
22 Handgriffe, abgezeichnet
Kanülenwechsel, Cuffdruck, geschlossenes Absaugen, Beutel-Kanülen-Beatmung. Im Praktikum zeichnet Ihre Praxisanleitung jeden Punkt der Checkliste ab, erst wenn er sitzt.
Gruppen, in denen man redet
Höchstens 20 Teilnehmende. So kommt in jedem Termin jede und jeder zu Wort, auch wer sich sonst eher zurückhält.
Vom Säugling bis zur 90-Jährigen
Der Kurs ist generalistisch. Sie können danach in der Kinderintensivpflege genauso arbeiten wie in der Versorgung beatmeter Erwachsener oder hochbetagter Menschen.
Acht Module, ein Thema pro Woche.
Jedes Modul besteht aus einem Lehrbriefkapitel (fünf Stunden Selbststudium) und einem Live-Termin von 9:00 bis 14:15 Uhr. Alle Pflichtinhalte aus § 5 Abs. 2 der Rahmenempfehlungen sind einem Modul fest zugeordnet. Diese Zuordnung können Sie dem Medizinischen Dienst vorlegen. Die Zeiten gelten für den offenen Online-Kurs.
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Start
Woche 1
Auftakt am Abend
Zwei Unterrichtseinheiten von 17 bis 18:30 Uhr. Sie lernen die Lehrbriefe, die Prüfung und die drei Fälle kennen und schreiben drei Fragen auf, die Sie am Ende beantworten wollen.
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1
Woche 2
Rahmen und Recht
§ 37c und § 132l SGB V, Versorgungsformen von der 1:1-Versorgung bis zur WG, Medizinprodukte-Betreiberverordnung und Geräteeinweisung, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsrecht. Dazu Ihre eigene Haftung, wenn Sie allein im Haushalt stehen.
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2
Woche 3
Atmung und Kreislauf
Anatomie und Physiologie von Herz, Lunge und Gehirn. Was bei Ventilations-, Perfusions- und Diffusionsstörungen passiert, und wie Sie eine Blutgasanalyse lesen.
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3
Woche 4
Krankheitsbilder über alle Altersgruppen
COPD und Obesitas-Hypoventilation, ALS, Muskeldystrophie Duchenne, spinale Muskelatrophie, hohe Querschnittlähmung, Zustand nach Hirnschädigung. Und warum der Hustenstoß bei neuromuskulären Erkrankungen so viel entscheidet.
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4
Woche 5
Beatmung, Gerätekunde und Sauerstoff
Invasiv und nicht-invasiv, Beatmungsformen und Parameter, Alarmgrenzen, Befeuchtung und Filter. Außerdem, warum Sie bei Hyperkapnie-Gefahr den Sauerstoff nicht einfach hochdrehen.
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5
Woche 6
Atemweg, Tracheostoma und Trachealkanüle
Kanülenarten, Cuffdruck, Stomapflege, Absaugen im offenen und geschlossenen System, Sekretmobilisation, Inhalation und Lagerung. Sprechventil nur bei vollständig entblockter Kanüle, und warum.
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6
Woche 7
Ernährung, Dysphagie, Schmerz und Hygiene
Sondenkost über PEG, Schluckstörungen erkennen, Schmerz bei Menschen, die nicht sprechen können, Hygiene im Privathaushalt und die Expertenstandards des DNQP.
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7
Woche 8
Notfall, Weaning und Dekanülierung
Kanüle disloziert, Kanüle verlegt, Reanimation mit gesichertem Atemweg, AED, Notfalltasche und Übergabe an den Rettungsdienst. Dazu der Weg von der Beatmung weg, wo er möglich ist.
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8
Woche 9
Mensch, Ethik und Qualität
Psychosoziale Begleitung, Palliative Care, Therapiezieländerung, Nähe und Distanz im fremden Wohnzimmer, Zusammenarbeit mit Angehörigen, Telemedizin, Pflegedienstorganisation und Qualitätssicherung.
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Ziel
Woche 12
Abschlusstag
Wiederholung, Klausur und die drei Fragen, die Sie sich beim Auftakt notiert haben. Jetzt schauen wir, wie Sie sie heute beantworten.
Herr Voß, Frau Timm und Mika.
Drei Menschen, wie sie Ihnen in der außerklinischen Intensivpflege jederzeit begegnen können. Sie tauchen in jedem Modul wieder auf, jedes Mal mit einer neuen Frage.
Er spricht über eine Augensteuerung, eine Patientenverfügung liegt vor. An ihm lernen Sie Kommunikation ohne Sprache, Selbstbestimmung und was es heißt, im Privathaushalt allein Verantwortung zu tragen.
Dazu Übergewicht mit Hypoventilation, Schluckstörung und immer wieder Exazerbationen. Hier geht es um Maskenmanagement, Ernährung und die Mehrfachversorgung in der Wohneinheit.
Die Eltern sind eng dabei, der Kita-Start ist geplant. Mika zeigt, wie anders Atemweg und Notfall beim Kind sind und wie Versorgung außerhalb der Wohnung funktioniert.
Wer bei uns unterrichtet.
Ein gemischtes Team aus Klinik, Arztpraxis, Rettungsdienst und Anwaltskanzlei.
Im Team sind Anästhesistinnen und Anästhesisten, Internisten, Allgemeinmediziner, Fachkrankenpflegekräfte für Intensiv- und Anästhesiepflege, Notfallsanitäter und Rechtsanwälte. Zur Beatmung und zu den Krankheitsbildern hören Sie also die ärztliche Sicht, zum Atemweg die Erfahrung aus der Fachpflege und beim Notfall den Blick aus dem Rettungsdienst. Fragen zu Haftung, Patientenverfügung und Betreuungsrecht beantwortet jemand, der damit beruflich zu tun hat.
Den Basiskurs haben wir bereits live online und in Präsenz durchgeführt, mit Teilnehmenden aus dem ganzen Bundesgebiet. Sie kamen aus allen Bereichen der Pflege, von der Altenpflege bis zur Klinik.
Bisher haben alle Teilnehmenden die Klausur bestanden.
Am besten kamen die Lehrbriefe an. Man liest nach, wenn man Zeit und Lust hat, und hat den Stoff zum Modultag trotzdem parat.
Für wen der Kurs gedacht ist.
Für Pflegefachkräfte, die in der außerklinischen Intensivpflege arbeiten oder dort anfangen wollen und den Qualifikationsnachweis nach § 5 der Rahmenempfehlungen brauchen. Vorerfahrung mit Beatmung ist ausdrücklich nicht nötig.
Das passt auch, wenn Sie gerade von der Normalstation in die außerklinische Intensivpflege wechseln oder nach der Elternzeit wieder einsteigen.
Das brauchen Sie zur Anmeldung
- Eine dreijährige Pflegeausbildung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann, in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder der dreijährigen Altenpflege.
- Einen Praktikumsplatz über 40 Stunden mit benannter Praxisanleitung. Die meisten machen das Praktikum beim eigenen Arbeitgeber. Wenn das nicht geht, vermitteln wir über unsere Kooperationspartner.
- Deutschkenntnisse auf Niveau B2.
- Für den Online-Kurs einen Laptop oder ein Tablet mit Kamera und Mikrofon, stabiles Internet und eine persönliche E-Mail-Adresse.
6 Monate
So lange hat eine neue Fachkraft für den Nachweis.
Eine neu eingestellte Pflegefachkraft ohne Beatmungserfahrung darf unter engen Bedingungen sofort mitarbeiten. Die Qualifikation muss sie dann innerhalb von sechs Monaten abschließen. Der offene Kurs dauert zwölf Wochen, da bleibt Luft für Urlaub, Krankheit oder einen späteren Kursstart.
Das betrifft jeden Leistungserbringer der außerklinischen Intensivpflege. Ob ambulanter Intensivpflegedienst, Beatmungs-WG, Pflegeheim mit beatmeten Bewohnerinnen und Bewohnern, spezialisierte Beatmungspflegeeinrichtung oder Kinderintensivpflege, die Regeln sind dieselben.
Mehrfachversorgung
Anmeldung zum Kurs mit Aufnahme der intensivpflegerischen Versorgung. Pro Schicht nur eine noch nicht qualifizierte Fachkraft, und in derselben Schicht muss mindestens eine qualifizierte Kollegin oder ein qualifizierter Kollege da sein.
Einfachversorgung
Anmeldung binnen 14 Tagen. Einsatz nur, wenn Ihre Einrichtung Träger der praktischen Ausbildung war oder die Fachkraft ihr drittes Ausbildungsjahr bei einem Anbieter der außerklinischen Intensivpflege gemacht hat. Pro Pflegeteam einer versicherten Person nur eine solche Fachkraft.
In beiden Fällen braucht die Fachkraft außerdem ab dem ersten Dienst eine spezifische Einweisung und eine strukturierte Einarbeitung.
Kurs für unsere Einrichtung planenAuch in Präsenz und bei Ihnen im Haus
Den Basiskurs gibt es auch in Präsenz. Wir unterrichten in unseren Schulungsräumen oder direkt bei Ihnen, ob im Intensivpflegedienst, im Pflegeheim oder in der Beatmungseinrichtung.
Wenn Sie mehrere Fachkräfte qualifizieren wollen, planen wir den Kurs um Ihren Dienstplan herum. Wie viele Stunden pro Tag unterrichtet wird, an welchen Wochentagen und ob in mehreren Blöcken oder komplett am Stück, legen wir gemeinsam fest. Ein fester Tag pro Woche geht genauso wie zwei kompakte Wochen am Stück.
Fest bleibt der Umfang. Mindestens 80 Stunden Theorie und 40 Stunden Praktikum schreiben die Rahmenempfehlungen vor, daran ändern wir nichts. Bei neu eingestellten Fachkräften behalten wir außerdem die Sechs-Monats-Frist im Blick, wenn wir die Termine legen.
Sprechen Sie uns einfach an, gern auch erst mal mit einer groben Idee. Den Rest klären wir zusammen.
Zwölf Wochen, Woche für Woche.
So läuft der offene Online-Kurs. Einmal pro Woche ist Live-Termin, dazwischen lesen Sie den Lehrbrief, wann es Ihnen passt. Spätestens zwei Tage vor dem Termin sollte das Kapitel durch sein. Ab Woche 4 kommt das Praktikum dazu.
Lesen
Lehrbriefkapitel mit Übungen und Selbstkontrollfragen. Am Ende jedes Kapitels steht eine Einsendeaufgabe.
Live arbeiten
Fälle, Geräte, Alarme, Notfallszenarien. Kamera an, Teilnahme ist Pflicht und wird dokumentiert.
Anpacken
40 Stunden in der Versorgung, angeleitet. Die Skills-Checkliste füllt sich, am Ende gibt es ein Feedbackgespräch.
Abschließen
Klausur am Abschlusstag, Praktikumsnachweis rein, Zertifikat raus.
Prüfung und Zertifikat.
Sie zeigen einmal schriftlich, was Sie wissen, und im Praktikum, was Sie können. Dazu kommen kurze Einsendeaufgaben während des Kurses.
Einsendeaufgaben, eine pro Kapitel. Es gibt keine Note, nur bearbeitet oder nachzubessern. Korrektur innerhalb von zehn Arbeitstagen.
Ein Multiple-Choice-Test am Abschlusstag. Alles, was drankommt, steht in den Lehrbriefen und wurde im Unterricht besprochen.
Von der Der Dozent CL GmbH, mit allen Stundenumfängen einzeln ausgewiesen. Damit kann Ihr Arbeitgeber die Qualifikation gegenüber Kasse und Medizinischem Dienst belegen.
Was der Kurs nicht ist
Damit Sie wissen, woran Sie sind.
- Kein Ersatz für die Fachweiterbildung Anästhesie und Intensivpflege oder die Ausbildung zur Atmungstherapeutin.
- Keine Qualifikation zur verantwortlichen Pflegefachkraft nach § 2. Dafür braucht es eine Leitungsweiterbildung ab 460 Stunden und weitere Voraussetzungen.
- Kein Ersatz für die patientenbezogene Einarbeitung und die Geräteeinweisung durch den Provider.
- Keine Befugnis, Beatmungsparameter zu ändern. Das bleibt ärztliche Anordnung.
BEVORSTEHENDE KURSE
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UNSER TEAM
Marie Kirsch
Auszubildende als Kauffrau im Gesundheitswesen
Cornelia Brussat
Buchhaltung
Katrin Albert
Erste-Hilfe I ACLS I Qualitätsmanagement
Marianne Krege
Marketing I Materialwesen I Verwaltung I Personaleinsatzplanung
Anika Kirste
Vertrieb I Fachbereiche: Brandschutz & Pflege
Jasmin Leder
Personalverwaltung I Fachbereich Betriebssanitäter & Notfalltraining
Christian Leder (M.A.)
Geschäftsführer
Sarah Keller
Dozentin
Warum der dozent
Wir sichern Ihnen die bestmögliche Qualität Ihres Seminars zu! Unsere Dozent:innen beherrschen ihre jeweilige Methodik und sind auf dem aktuellsten Wissensstand; die eigenen Schulungsräume sind einladend und bestens ausgestattet
Innovationsfreude
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24 / 7
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Anerkannte Zertifikate
Nachweis des erlernten Wissens
Fachkompetenz
Von Experten lernen
Fragen, die wir oft hören
Brauche ich Erfahrung mit Beatmung?
Nein. Der Kurs ist genau für Pflegefachkräfte gemacht, die diese Erfahrung noch nicht haben. Voraussetzung ist nur eine abgeschlossene dreijährige Pflegeausbildung.
Ich habe jahrelang auf einer Intensivstation gearbeitet. Brauche ich den Kurs trotzdem?
Vielleicht nicht. Wenn Sie die Fachweiterbildung Anästhesie und Intensivpflege haben, erfüllen Sie die Voraussetzung bereits. Dasselbe gilt, wenn Sie mindestens ein Jahr hauptberuflich mit mindestens 19,25 Wochenstunden im Beatmungsbereich gearbeitet haben, und zwar innerhalb der letzten fünf Jahre. Schicken Sie uns Ihre Nachweise, wir schauen gern drauf.
Ist das dasselbe wie die 200-Stunden-Qualifikation?
Nein, und das wird oft verwechselt. Die 200 Stunden mit Facharbeit betreffen nach § 2 nur die verantwortliche Pflegefachkraft, und auch die nur, wenn sie ihre Voraussetzung über Berufserfahrung erfüllt. Für die Fachkraft in der direkten Versorgung reichen die 120 Stunden nach § 5.
Wo mache ich das Praktikum?
In einer Einrichtung der außerklinischen Intensivpflege mit benannter Praxisanleitung. Die meisten Teilnehmenden machen das direkt bei ihrem Arbeitgeber. Wenn das bei Ihnen nicht geht, melden Sie sich. Wir haben Kooperationspartner und helfen bei der Vermittlung. Im offenen Kurs laufen die 40 Stunden ab Woche 4 parallel.
Was passiert, wenn ich einen Live-Termin verpasse?
Die Live-Termine sind Pflicht, weil die Rahmenempfehlungen den Nachweis der regelmäßigen Teilnahme verlangen. Verpasste Einheiten müssen nachgeholt werden. Sagen Sie uns so früh wie möglich Bescheid, dann finden wir einen Weg.
Muss ich im selben Jahr trotzdem meine 16 Fortbildungsstunden machen?
Nein. Die jährliche Fortbildungspflicht entfällt für das Kalenderjahr, in dem Sie die Zusatzqualifikation erwerben. Ab dem Folgejahr gilt sie wieder.
Geht das auch in Präsenz oder nur für unsere Einrichtung?
Ja, beides. Wir unterrichten in unseren Räumen oder bei Ihnen in der Einrichtung. Stunden pro Tag, Wochentage und ob in Blöcken oder am Stück, besprechen wir mit Ihnen. Der vorgeschriebene Umfang bleibt dabei gleich.
Wer unterrichtet den Kurs?
Anästhesistinnen und Anästhesisten, Internisten, Allgemeinmediziner, Fachkrankenpflegekräfte für Intensiv- und Anästhesiepflege, Notfallsanitäter und Rechtsanwälte. Den Kurs haben wir bereits bundesweit live online und in Präsenz durchgeführt. Bisher haben alle Teilnehmenden die Klausur bestanden.
Für welche Einrichtungen ist der Kurs gedacht?
Für alle, die beatmete oder trachealkanülierte Menschen versorgen. Das sind ambulante Intensivpflegedienste, Beatmungs-WGs, Pflegeheime mit beatmeten Bewohnerinnen und Bewohnern, spezialisierte Beatmungspflegeeinrichtungen und die häusliche Kinderintensivpflege.
Kann ich danach auch in der Kinderintensivpflege arbeiten?
Ja. Der Kurs behandelt Kinder, Erwachsene und hochbetagte Menschen. Mit Mika ist ein kleiner Patient von der ersten Woche an dabei, und Sie üben kindgerechte Notfallabläufe.
Zahlt das mein Arbeitgeber?
Das klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber. Weil der Dienst die Qualifikation für Ihren Einsatz braucht, lohnt sich die Frage. Wir stellen ein Angebot aus, in dem Umfang, Inhalte, Termine, Abschluss und Kosten stehen, also alles, was eine Personalabteilung sehen will.
Warum gedruckte Lehrbriefe und keine App?
Weil man im Schichtdienst dann lernt, wenn gerade Zeit ist, und nicht dann, wenn ein Video freigeschaltet wird. Die Lehrbriefe kamen in unseren bisherigen Kursen sehr gut an, genau aus diesem Grund. Und sie stehen in fünf Jahren noch im Regal, wenn Sie etwas nachschlagen wollen.
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