Menschen mit Diabetes sitzen neben dir im Büro, stehen mit dir auf dem Fußballplatz oder an der Supermarktkasse. Meist merkst du davon nichts.
Was dahintersteckt: Nach dem Essen landet Zucker im Blut. Damit er in die Zellen kommt und dort Energie liefert, braucht der Körper Insulin.
Bei Typ 1 stellt die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr her. Betroffene spritzen es oder bekommen es über eine Pumpe, oft schon seit ihrer Kindheit. Bei Typ 2 ist Insulin da, wirkt aber schlechter. Das ist die deutlich häufigere Form.
Du weißt, dass dein Kollege Diabetes hat. Plötzlich wirkt er fahrig, schwitzt und antwortet langsamer als sonst. Ist sein Zucker zu hoch oder zu niedrig? Von außen kannst du das nicht sicher sagen.
Gib ihm lieber Zucker.
Eine Unterzuckerung kann sich innerhalb von Minuten verschlimmern, und Zucker hilft sofort. Ist der Wert stattdessen zu hoch, machen ein paar Traubenzucker oder ein Glas Saft die Lage nicht schlimmer. Wer abwartet, verliert also Zeit, wer Zucker gibt, riskiert nichts.
Wichtig ist nur eins: Die Person muss wach sein und schlucken können.
Zur Notfallkarte: https://derdozent.de/wp-content/uploads/2026/10/DerDozent_Unterzucker_Notfallkarte.pdf